#1000Tode. Pfeift auf Euren Autorenbonus. Spendet an das Kinderhospiz.

Gerade ist Version 3 des E-Books „Tausend Tode schreiben“ erschienen. Inzwischen sind darin 350 Autoren mit ihren Texten zum Thema Tod vertreten. Jeder Mitwirkende bekommt von Initiatorin und Verlegerin Christiane Frohmann ein Freiexemplar. Und zwar immer wieder in der jeweils aktualisierten Version, die regulär 4,99 Euro kostet. Das macht bisher genau 1.746,50 Euro, die für eine Spende aus dem Bucherlös an das Berliner Kinderhospiz Sonnenhof nicht zur Verfügung stehen. Lasst uns das ändern.

Dankebrett

Insgesamt tausend kurze Texte mit subjektiven Ansichten auf den Tod will Christiane Frohmann in der finalen Version bis zur Frankfurter Buchmesse im Oktober sammeln. Von Anfang an war klar: Es gibt kein Honorar für die Autoren. Der gesamte Herausgeber- und Autorenanteil, das werden 50 Prozent des Nettoreingewinns sein, soll dem Kinderhospiz Sonnenhof der Björn Schulz Stiftung in Berlin-Pankow gespendet werden. Auch dafür lohnt sich das Mitmachen.

Kinderhospize kümmern sich um die gesamte Familie

Im Gegensatz zu Hospizen für Erwachsene, die sterbenskranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten, kümmern sich Kinderhospize auch um die betroffene Familie eines Kindes, dessen Erkrankung irgendwann tödlich verlaufen wird. Durch einen Aufenthalt der gesamten Familie in einem stationären Kinderhospiz können sich Eltern von der Pflege zu Hause erholen oder sich eine gewisse Zeit ausschließlich um Geschwister kümmern, während das erkrankte Kind von Fachkräften versorgt und betreut wird. Im Idealfall beginnt die Betreuung schon mit dem Zeitpunkt der Diagnose.

Hospize tragen einen Teil der Kosten selbst

Die Kosten für stationäre Hospizleistungen regelt §39a des Sozialgesetzbuches, ergänzt um eine Rahmenvereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und Wohlfahrts- und Hospizverbänden in Deutschland. Danach bezuschussen die Krankenkassen die stationäre Versorgung in Kinderhospizen zu 95 Prozent. Den Rest muss der Träger selbst aufbringen. Zum Beispiel aus Spenden.

Der Tagessatz der Krankenkassen reicht nicht aus

Der Zuschuss von 95 Prozent bezieht sich allerdings auf einen tagesbezogenen Bedarfssatz, den die Krankenkassen mit den jeweiligen Hospizen vereinbaren. Dieser Tagessatz umfasst nicht alle Kosten, die in einem Kinderhospiz anfallen, wie etwa Betriebskosten, besondere pädagogische Begleitung oder die Aufnahme von Familienangehörigen.

Ihr habt Euer kostenloses ePub? Schön. Dann überlegt doch bitte, ob Ihr 4,99 Euro an das Kinderhospiz Sonnenhof überweist.

Bankverbindung der Björn Schulz Stiftung

Online spenden bei der Björn Schulz Stiftung

Das E-Book

Christiane Frohmann (Hg.)

Tausend Tode schreiben
ISBN ePub: 978-3-944195-55-1
ISBN mobi: 978-3-944195-56-8
EUR 4,99; FR 6,00
Version 3, erschienen am 13. Februar 2015

Unter anderem erhältlich bei: Amazon und minimore 

Schöner Spaß für Rheinländer: die Karnevals-Tuschmaschine zum Quatschmachen

Erst Kindheitsspaß, dann Lokaljournalistenalbtraum und schließlich Teil eines rheinischen Lebensgefühls – wer mit dem Karneval groß geworden ist, hat auf immer mindestens das Liedgut im Ohr und wippt zu den Refrains mit, sobald er sie hört. Das verscheucht im Nullkommanix trübe Gedanken. Jetzt gibt es einen Gute-Laune-Macher mit Lieblingstönen für die Jackentasche: die Tuschmaschine. Ein Non-Book aus dem Verlag emons. Mit Sitz in Köln. Natürlich.

Tuschmaschine für Karneval

Mein Geburtstag fällt meist mitten in die tollen Tage. Das konnten meine ganz und gar karnevalistisch unbelasteten Eltern spätestens seit dem Umzug der Familie ins Rheinland nicht ignorieren. Immer und immer wieder hörten wir Kinder die Stimmungslieder “humba humba tätärä” und “Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen”. Schließlich kam der Tag meiner Kindheit, an dem ich selbstbewusst mitgrölen konnte: “Am Rosenmontag, bin ich gebooren…”, und im örtlichen Karnevalszug mitmarschierte.

Ein Orden für die Presse. Wie peinlich.

Der frohsinnige Zauber verflog mit dem Älterwerden. Vor allem, als ich als Jungredakteurin einer Tageszeitung auch über Karnevalssitzungen berichten musste. Es kam der Tag, an dem ich aus dem Publikum heraus auf die Bühne gerufen wurde und mir als Vertreterin der Presse ebenfalls ein Karnevalsorden umgehängt wurde: ein Funkemariechen aus Gummi. Das war mir sehr peinlich. Und ich lernte danach, wie man sich ganz schnell die wichtigsten Infos besorgt, ganz schnell wieder verschwindet und ganz schnell einen selbstverständlich positiven Sitzungsbericht schreibt.

Nit für Kooche Lück

Das rheinische Lebensgefühl brachte mir die Kölschrock-Band BAP zurück, deren erste Platten noch heute in meinem Schrank stehen. Jeweils zur Karnevalszeit drehte sich auf meinem Plattenteller die LP “vun drinne noh drusse”. Dann grölte ich inbrüstig mit: “Oh, nit für Kooche, Lück, bliev ich Karneval he, nä ich verpiss mich hück, ich maach nit met dobei.”

Quatsch macht glücklich

Mit der eigenen Tochter ging der ganze Zirkus wieder von vorne los. Denn die Kindergarten- und Grundschulzeit in einer rheinischen Gemeinde mit eigenem Karnevalsverein spülte das Brauchtum wieder in den Alltag. Aber es brachte auch das Quatschmachen zurück, die Wiederentdeckung der ursprünglichen Freude am Verkleiden, gern auch als Nikolaus, und die Lust am Schmettern närrischer Ohrwürmer.

Eine Tuschmaschine für das rheinische Jeföhl

Der emons-Verlag hat in diesem Jahr nun die Tuschmaschine von Rüdger Liedtke herausgebracht, ein hosentaschengroßes Kasterl, das auf Knopfdruck 16 verschiedene Töne anschlagen kann: vom dreifachen, namensgebenden Tusch, über Straßen- und Kneipenatmosphäre bis zu Klassikern des kölschen Liedguts. Das habe ich mir sofort gekauft. Ein genialer Muntermacher für sich selbst, in Gesellschaft oder bei langweiligen Meetings.

Alle 16 Sounds

  1. Kölner Karnevalstusch
  2. Laridah-Marsch (Einzug des Dreigestirns)
  3. Ritsch-Ratsch, de Botz kapott
  4. Kamelle
  5. Schenk mir Dein Herz
  6. Strüssjer
  7. Rut sin de Ruse
  8. Kölle Alaaf
  9. Denn wenn dat Trömmelche jeht 1
  10. Denn wenn dat Trömmelche jeht 2
  11. Köbes, ein Kölsch!
  12. Treue Husaren Marsch
  13. Rakete
  14. Viva Colonia
  15. Tröte
  16. Bye, bye my love

Rüdiger Liedtke
Die Tuschmaschine
Sound Machine mit Schnur zum Umhängen
Köln: Emons Verlag 2014
EAN 978-3-95451-407-6
10,2 x 6 x 1,9 cm
€ [D] 9,99 €

Von der Kunst, Geschenke weiterzuverschenken.

Einem geschenkten Gaul, schaue ich sehr wohl ins Maul.

Weihnachtsgeschenke

Meine Freundin Clara ist nicht geizig. In Anfällen von Platzmangel sortiert sie ganze Kofferraumladungen an Klamotten aus. Mir könnte davon vielleicht etwas passen. Die Wildlederhosen werden mir ganz besonders an Herz gelegt. Sie sind nicht mehr Ebay-tauglich.

Speckig, fleckig, ausgeleiert – die kann man ungereinigt nicht mal der wohltätigen Nachbarin zur Verteilung an Bedürftige geben. Aber eine Lederreinigung kostet 28 Euro. Pro Hose. Mir sind sie zu groß.

Altkleider für die Weisen aus dem Morgenland

Es ist kurz vor Weihnachten. Da ruft Jana an. Sie brauche Stoffreste für die Schule. Für die drei Weisen aus dem Morgenland und das Kamel und das Pferd. Ich greife entschlossen zur Schere. Ein beiges Wildlederhosenbein für das Kamel, ein braunes Wildlederhosenbein für das Pferd. Als ich schneide, überlege ich kurz: Kamen die überhaupt per Pferd? Egal. Mit Grundschullehrerinnen sollte man sich nicht anlegen. Weiterlesen

Bin beleidigt. Zollstöcke mit Namen gibt es nur für Männer.

Zollstöcke nur für Männer

Zollstöcke nur für Männer

Seit ich eine Bohrmaschine besitze, kann ich Wunderdinge vollbringen. Mein bisherige Glanzleistung bestand darin, das durchgebrochene Bein eines Barbi-Pferdes mit einer Stiftverbindung in fein gebohrten Löchern wieder spieltauglich repariert zu haben.

Werkzeug? Hab ich!

Seitdem marschiere ich munter in Baumärkte, um mich mit Werkzeug für neue Probleme einzudecken. Mein Sammlung ist inzwischen beachtlich, und wenn ein Nachbar klingelt: “Hätten Sie vielleicht …?”, lasse ich ihn gar nicht erst ausreden, sondern behaupte sofort: “Hab ich.” Nur die Kreissäge, die ich neulich brauchte, musste ich mir selbst ausleihen. So oft zerkleinert man schließlich keine Schränke, damit sie in den Sperrmüllwagen passen.

Keine Ilse dabei

Bei Besorgungen im Baumarkt gucke ich gerne auch rechts und links, weil es so unfassbar schlaue Sachen gibt und stieß auf einen Ständer mit Zollstöcken. Nett, dachte ich. Mit Namen. Und drehte das Ding und drehte es. Es war nicht nur keine Ilse dabei; es gab überhaupt keine Zollstöcke mit Frauennamen. Frechheit!

Trost aus der Timeline

Trotzig zog ich ab. Stift und Papier hatte ich nicht dabei, sondern hätte ich dem Ständer einen patzigen Denkzettel verpasst. Vielleicht so: “Pff. Ich habe die Emanzipation der Frau längst hinter mir und setze mich jetzt für die Gleichberechtigung der Männer ein.” Stattdessen gab ich den Sachstand auf Twitter durch und erhielt postwendend Trost aus der Timeline:

Passt. Ich nenne mich jetzt ab sofort Ilse Friedrich Mohr.