Formularfragen auf der Goldwaage

Ehrlich, wie ich bin, habe ich mein Autoradio im beruflich genutzten Privatauto einst treulich bei der GEZ angemeldet. Jetzt habe ich den Salat.

„Wir führen für Sie zurzeit folgende Betriebsstätte.“ Steht in dem Fragebogen, mit dem die GEZ die Daten von Teilnehmern für die Einführung der neuen Rundfunkgebühr ab 2013 erhebt.

Was für eine merkwürdige Formulierung. Es wäre mir neu, dass die GEZ für mich eine Betriebsstätte führt. Dann hätte ich ihr liebend gern auch die aktuelle Betriebsprüfung des Finanzamtes auf den Tisch geknallt.

„Einfach. Für alle. Der neue Rundfunkbeitrag.“ So steht es im Anschreiben der Öffentlich-Rechtlichen.

Sofort stellen sich weitere Fragen: Wenn das angemeldete Autoradio mich zur Betriebsstätte macht, wie beantworte ich dann die Frage nach der Zahl der Beschäftigten? Zähle ich als Alleinunternehmer auch dazu?

Wenn Ihr wüsstet, wie mein Schreibtisch aussieht. Klar bin ich beschäftigt. Und zahle Beiträge an die Künstlersozialkasse. Bin ich jetzt mein eigener sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter?

Bei der nächsten Frage kann ich auch alles nur falsch machen. Denn nach den Erläuterungen müsste ich eine beitragsfreie Betriebsstätte haben, aber trotzdem ein beitragspflichtiges Auto angeben, wobei wiederum ein Fahrzeug pro Betriebsstätte beitragsfrei ist. Was tun?

Ich hole mir jetzt ein Glas Rotwein.

Die Hotline kostet 6,5 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Das spar ich mir. Und auf Webrecherche habe ich jetzt auch keine Lust mehr.

Ich gebe null Beschäftigte an und ein Auto. Soll die GEZ doch nachfragen, wenn sie das nicht versteht.

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