Frauchen gesucht. Wie man erwachsenen Kindern ihre alten Stofftiere abschwatzt.

Ein weithin bekanntes Elternleiden geht so: Die Kinder sind längst erwachsen und ausgeflogen und haben zuhause einen Berg an Stofftieren hinterlassen. Die man selbstverständlich nicht entsorgen darf. Als meine Tochter 30 Jahre alt wurde, habe ich Wauzi ein Schild umgehängt: „Frauchen gesucht“.

Verwaiste Tiere darf man doch aussetzen, oder?

Verwaiste Tiere darf man doch aussetzen, oder?

Verwaiste Tiere darf man doch aussetzen, oder?

Die frohe Frage habe ich bei Instagram und Facebook gepostet, denn Kontakt per Mail oder Telefon klappt bei den jungen Leuten erfahrungsgemäß nur so mittelgut. Der Kommentar meiner Tochter auf Facebook ließ nicht lange auf sich warten: „Mamaaaaaa!!!!!! Noooiiiiiiinnnnnn!!!!!!“ Auf einmal klappte es dann mit einem Telefonat. Ich habe geduldig erklärt, welche verwaisten Stofftierschätze noch Asyl bei mir beanspruchen und versprochen, für Wauzi ein neues liebesvolles Frauchen zu suchen. Weiterlesen

Von der Last und Lust im Kamelleregen zu stehen

Früher regnete es bei Karnevalsumzügen noch traditionelle Kamelle. Wie kleine Kopfnüsschen prasselten bunt verpackte, harte Bonbons herab und bescherten eifrigen Sammlern süße Vorräte bis mindestens Ostern. Gern ersetzte man sie dann durch Schokoladeneier, denn die Plombenzieher und Zuckerdrops waren nur bedingt lecker. Heute sind das olle Kamelle. Hochwertige Süßigkeiten haben die Bonbons abgelöst, die zunehmend verschmäht wurden.

Für das Kinderglück reichten die ollen Kamelle aber damals allemal.

Kamelleregenschirm 2013

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In kleinen Schritten
zum Silvernerd

Ich bin ü50. Zu jung, um Babysöckchen für nicht vorhandene Enkel zu stricken und den Anschluss zu verpassen. Den Anschluss an eine Welt, die sich im Internet experimentierfreudig vernetzt.

Natürlich kann meine Generation inzwischen E-Mails verschicken und online eine Bahnfahrkarte buchen, Nachrichtenkanäle nutzen und zielgerichtet nach Informationen suchen. Aber das Netz kann mehr. Und es macht Spaß. Man muss es nur ausprobieren.

Ich möchte deshalb in meinem neuen Blog www.silvernerd.de teilen, was jemand erlebt und lernt, der seine ersten Artikel noch auf der Schreibmaschine getippt hat, dann vom Computerzeitalter überrollt wurde und mit Verspätung das Mitmachweb auf eigene Faust und als neue journalistische Herausforderung entdeckt.

Adieu Schreibmaschine

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