Ein Weihnachtsbaum muss her. Vom Fringsen und Finden.

Ich habe diese Weihnachtswundergeschichte heute beim Aufräumen in „meinem Internet“ wiederentdeckt und hier in den Blog gepackt, den ich damals noch nicht hatte. In den Geschäften gibt es jetzt die ersten Lebkuchen. Passt.

 

Wir schreiben den 24. Dezember 2010. Meine Tochter ist selbstständige 26 Jahre alt. Beim Gedanken an einen Weihnachtsabend ohne Christbaum aber beginnt ihre Unterlippe zu zittern. Es ist Heilig Abend, 11 Uhr. Nicht nur das Vorgebirge versinkt im Schnee, sondern ganz Nordrhein-Westfalen. Ich streiche die Fahrt von Alfter zu den Verwandten ins Ruhrgebiet, wo bereits mehr Schnee gefallen ist als hier. „Wenn wir hier bleiben, brauchen wir einen Weihnachtsbaum!“, jammert das Kind. „Und sei er noch so klein.“

Das neongelbe Kind rodelt.

Das neongelbe Kind rodelt.

Weiterlesen

Tricks in Höhenlage

Höhenlage. Damit preist der Immobilienmarkt wahlweise abseitige Lage, Fernsicht und frische Luft im grünen Vorgebirge an. Das bedeutet allerdings auch, dass man im Winter ohne Schneeketten mitunter nicht den Berg hinaufkommt. Aber wer hat die im meist muckeligen Rheinland schon dabei?

Höhenlage

Die engen Straßen werden bei dickem Schnee für Heimkehrer zu einer tückischen Autofalle. Und zwar überall dort, wo Begegnungsverkehr nicht möglich ist. Das Vorfahrtgewähren zwingt an den Straßenrand, geradewegs in die aufgetürmten Schneeberge der Räumdienste. Das war es dann.

Anfahren klappt nicht mehr, die Räder drehen durch. In solchen Fällen lohnt ein Blick auf den Bürgersteig. Denn es gibt Hausbesitzer, die ihre Räumpflicht erfreulicherweise sehr ernst nehmen. Also lässt man den Wagen auf den schneebereinigten Bürgersteig zurückrollen, bis wenigstens zwei Reifen wieder Grip haben. Und weiter geht es.

So gesehen funktioniert schnöde Bürgerpflicht auch als Nachbarschaftshilfe, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.

Schneebelfelder

Matthias Claudius hat in seinem Gedicht „Der Mond ist aufgegangen“ einen wunderbaren, weißen Nebel am Abend aus den Wiesen aufsteigen lassen. Wunderbar kann auch Morgennebel sein. In klirrender Kälte stieg er heute von schneebedeckten Feldern am Fuße der Ortschaft Alfter auf.

Ich bin nicht die erste, der dafür das Wort „Schneebel“ in den Sinn kam. Im Duden steht es leider nicht.