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Februar 2011 · Kamelle Kamelle!


Rund 23 Kilo Süßigkeiten pro Meter – diese Menge Kamelle säumt rechnerisch die 6,5-Kilometer lange Wegstrecke des Kölner Rosenmontagszuges. Das hört sich im ersten Moment viel an und klingt nach Bauchweh. Bezogen auf 1,3 Millionen Zuschauer (2010) ergibt das pro Nase allerdings gerade einmal gut 115 Gramm. Dann müsste man noch die Mengen abziehen, die gar nicht aufgehoben werden. Bekanntermaßen ist das Narrenvolk wählerischer geworden und grapscht nicht mehr nach jedem Bonbon. Auf Klasse statt Masse setzt daher der faire Handel, der auch Wurfmaterial im Sortiment führt.

Faire Geschenke

Erzeugnisse aus fairem Handel, wurfgerecht verpackt, sind kamelletauglich geworden: Chips aus der stärkehaltigen Knollenfrucht Maniok und Schokoladentäfelchen, Fruchtgummiäffchen aus Mangopüree, Sesamriegel und Karamellkekse. Rund 100.000 Portionen Süßigkeiten und Knabbereien verschickt das Fair-Handelszentrum Rheinland mit Sitz in Alfter-Witterschlick jährlich an Karnevalsvereine und Dreigestirne, an Zugteilnehmer, Schulen und Unternehmen. „Unsere Sachen konkurrieren nicht mit Billigbonbons. Sie bleiben nicht liegen“, berichtet Martin Klupsch, einer der drei Geschäftsführer der Firma. Das weiß er aus Rückmeldungen und eigenen Erfahrungen als Zugteilnehmer. „Alles, was größer ist als ein Bonbon erregt Aufmerksamkeit.“ Ein großer Umsatzbringer seien die Kamelle nicht, sagt Klupsch. „Aber es gibt keine bessere Möglichkeit, Menschen mit fairen Produkten vertraut zu machen, als sie ihnen zu schenken“.

Faire Kamelle:
Lesen Sie hier meinen Beitrag im General-Anzeiger
 

   
   
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