Der Fischerjunge und die versunkene Krone

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Frank Bergmann. 200 Jahre, nachdem die Brüder Grimm den ersten Band ihrer Kinder- und Hausmärchen veröffentlichten, soll diese Erzählform mit vielen, neuen Beiträgen am Leben erhalten werden.

Der Fischerjunge und die versunkene Krone

Es war einmal ein Fischerjunge, der wurde jeden Tag ans Meer zum Fischen geschickt. Doch er brachte es nicht übers Herz, die Fische zu fangen, zu töten und auf dem Markt zu verkaufen. In seiner Familie wurde er deshalb ausgelacht, und man machte ihm Vorwürfe, weil er zum Lebensunterhalt nichts beitrug. So musste sich der Junge damit begnügen, Pilze und Kräuter zu sammeln und vom Obst und Gemüse der Jahreszeiten satt zu werden.

Eines Tages trug es sich zu, dass die Prinzessin des Landes eine Bootsfahrt auf dem Meer machte. Da kam mit einem Mal ein stürmischer Wind auf und fegte die perlenbesetzte Krone der Prinzessin ins Meer. Die Krone war aus schwerem Gold und ging sofort unter.

Die Prinzessin weinte bitterlich und ließ am nächsten Tag im ganzen Land verkünden: „Wer mir die Krone zurückbringt, den werde ich zum Mann nehmen.“

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