Verpatzte Mittsommernacht

Mittsommernacht. Das klingt nach freundlicher Helle und wohltuender Wärme am längsten Tag des Jahres bis spät in die Nacht. Und was ist? Gefühlte Schafskälte, der Himmel grau.

Bei dem Gedanken daran, dass die Tage nun schon wieder kürzer werden, könnte man mitten im Juni bereits eine Novemberdepression bekommen.

Der Verdacht drängt sich auf, dass das Gerede von der Klimaerwärmung nur eine perfide Marketingstrategie sein könnte. Damit wir alte Elektrogeräte möglichst rasch gegen umweltschonende Exemplare austauschen. Ohne Abwrackprämie, versteht sich.

Immerhin hat das kühle Frühjahr die Ausgehfreudigkeit der Schnecken gebremst. Freundlich begrüße ich die vereinzelten Besucher. Es könnte sich ja um Vorboten für wärmeres Wetter handeln.

Der Sommer kommt aber nicht. Stattdessen muss ich mir im Betriebsausschuss anhören, dass mein Wohnort ein Konzept zur Minimierung der Überschwemmungsgefahr benötigt. Wie soll man da erfolgreich Trauerarbeit über eine verpatzte Mittsommernacht leisten?

So gesehen hat es auch Vorteile, dass die Tage nun wieder kürzer werden. Dann kann man sich neuen Herausforderungen stellen und der unvermeidlichen Weihnachtsfrage widmen: Wer feiert in diesem Jahr gegen wen und wo?

Ein Gedanke zu “Verpatzte Mittsommernacht

  1. Mittsommernacht bei Regen: ein Gefühl als habe sich der Winter schon ins Gemüt eingeschlichen. Wo bitte sind die langen Sonnentage, die lichtdurchwachten Nächte, nach denen wir uns dann wieder auf Herbst und Winter freuen dürfen. Welch ein Sommerblues! Grüsse aus Berlin

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